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Die Hemmschwelle

Vielen von uns fällt es schwer, sich Unterstützung zu holen. Oder einfach mal jemand zum reden. Das hat oft mit inneren Überzeugungen zu tun (mit Glaubenssätzen), die wir seit vielen Jahren mit uns herumtragen und die deswegen schwer zu überstimmen sind.

Zum Beispiel „Wer sich Hilfe holt, bekommt es alleine nicht hin. Ist ein Versager.“ oder „Ein richtiger Mann bekommt das alleine hin“ oder „Als Mutter oder Vater hat man die Erziehung im Blut. Das kommt dann von ganz alleine.“ Die Hemmschwelle ist hoch. Gerade was das Thema Familie und Erziehung betrifft kommt die Angst vor dem hinzu, was sich die anderen denken. Diese Glaubenssäte wegzubekommen, ist oft ein längerer Weg. Dafür haben wir jetzt keine Zeit. Wenn unser Kopf weiß dass wir jetzt eigentlich mal wo Unterstützung holen wollen, sich dann aber diese innere Stimme meldet, können wir ihr vielleicht sagen „Jetzt ist Krise. Das ist eine Sondersituation. Da darf ich mir ruhig Hilfe holen.“ Und dann, wenn es ruhiger wird, können wir uns den Glaubenssätzen widmen. Denn Hilfe holen ist verantwortungsvoll. Oder kennt irgendjemand von uns ein Beispiel, in dem bei einem Verkehrsunfall mit Schwerverletzten keine Rettung gerufen wurde, weil „Richtige Männer das alleine hinbekommen“ oder „Weil was würden denn da die Nachbarn sagen“? Nein. Eben nicht. Weil es vollkommen normal ist Hilfe zu holen. Lassen wir es auch in anderen Bereichen zu. 142 Telefonseelsorge, täglich von 0:00 bis 24:00 erreichbar www.telefonseelsorge.at 116 123 Ö3 Kummernummer 147 Rat auf Draht www.rataufdraht.at Auch für Eltern! www.elternseite.at 05 1776 100 Plaudernetz Täglich von 12 bis 20 Uhr fuereinand.at/plaudernetz 0800 500 156 Corona Unterstützungs-Hotline www.generali.at/corona/ 01/504 8000 Helpline des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen

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