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  • simonmitterbauer

Steinschleifer...

Soldat:innen als Lehrer:innen.

Darauf muss man erstmal kommen.

Des plagt mi (oder blogged mi) urdentlich!




Wenn ich mir bewusst mache, was uns im Film und im Buch Alphabet erzählt wurde, macht das durchaus Sinn. Weil der Weg zurück leichter ist als der nach vorne.



Dort wird der antike Zustand unserer Schulen und der daraus resultierende Zustand unserer Gesellschaft, der nicht unerheblich durch deren Bildung erklärt werden kann (nicht nur Wissensbildung, auch Herzensbildung und vorbereitet sein auf die Herausforderungen der Moderne), unter anderem damit hergeleitet, dass unsere Schulen in einer Zeit erschaffen und erbaut wurden, also man willige Soldaten oder Fabrikarbeiter:innen brauchte, denen Gehorsam und die Doktrin der „einen richtigen Lösung“ eingetrichtert, ja wenn nicht in die Gene tätowiert worden war. Von Divergent Thinking keine Spur. Und dass viele unserer Schulen noch heute kaserenenhaft anmuten, ist eine Folge genau davon.


Vielleicht kann unsere Bundes-Bam-Bam ja den Unteroffizier Steinschleifer für diese ehrenvolle Aufgabe rekrutieren?



Soldat:innen als Lehrer:innen.

Geh leck.


Und auch auf die Gefahr mich zu wiederholen - wir wissen ja dass der Weg zurück leichter ist als der Weg nach vorne. Also stellen wir doch einfach Soldaten ins Klassenzimmer. Wir wissen dass wir in Zeiten leben, in denen die einfachen Antworten allzu verlockend frohlocken. Vom sozialschmarotzenden Ausländer bis hin zu den ORF-Juden, wie unlängst beim Rammstein Konzert zu begutachten war.



Vom Volks Rock & Roll bis hin zu eh nicht mehr ganz so oagen Identititititdidis.


Von einer in türkis eingefärbten blauen Idee nach der anderen bis hin zu deren Konkurrenzlosigkeit im politischen Wettbewerb.


Ach was waren die Zeiten damals noch gut. Als wir noch wer waren. Als es noch reichte, die „eine richtige Lösung“ zu kennen, um in der Schule zu brillieren. Manchmal frage ich mich, wie lange es braucht, bis wir von „der einen richtigen Lösung“ wieder bei der Endlösung landen werden.


Umso mehr rufe ich allen lebendigen Seelen da draußen herzhaft zu: „Ich bin ein Ausländer!“.



Ich bin ein Ausländer. Ein Bastard. Enkel eines polnischen Zwangsarbeiters, der die Nazis oder deren Mitläufer und späteren Opfer kaum überlebt hat (oder nur solange bis mein Vater auf der Welt war) in schauderbar arischer Erscheinung mit blondem Haar und blauen Augen. Verwirrend das ist!


Und allen von Angst erfüllten hassenden Ignoranten flüstere ich liebevoll ins Ohr: „Ich verstehe Deine Angst. Mit Deinem Umgang damit bin ich nicht einverstanden. Unsere Werte und Demokratie lassen sich von Deiner Angst nicht zerstören. Wir werden das nicht zulassen.“


Lasst uns den gewaltlosen Widerstand wieder mehr kultivieren. Es ist Zeit. Zeit wieder mehr Widerstand zu leisten.

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