Landern

LANDERN... eine furchtbar kreative Wortschöpfung aus Laufen und Wandern. Und doch eine fruchtbar kreative Art der Fortbewegung. Es soll auch kein Trail sein und kein Wandern und kein Berggehen und kein Ultra-Irgendwas.

Landern beschreibt die Bewegung in der Natur mit durchaus sportlicher Intention. Dritte Säule neben Wandern und Laufen ist die Einkehr zu sich selbst. Also eine meditative Komponente.

 

Wie funktioniert es?

Einfach losgehen. Jeder in seinem Tempo, jede so wie sie es braucht. Den Rhythmus finden. Ins Jetzt kommen. Irgendwann kommt der Punkt an dem Körper, Geist und Seele in Einklang kommen und dann beginnt das Landern. Der Körper übernimmt das Kommando. Und zwar dann wenn der Kopf loslassen kann. Plötzlich werden einige Meter gemütlich gelaufen. Dann wieder springt der Körper mit Dir einen kleinen Hügel hoch, dann wieder ist es eher ein Spazierengehen. Der Rhythmus bleibt.

Respekt vor dem Rhythmus des Alltags und dem Rhythmus des Lebens. Landern ist die bewusste Abkehr von allzu strikten Trainingsprogrammen, insbesondere die Abkehr vom Selbstoptimierungs-Wahn. Landern bedeutet deshalb auch, dass es gute und schlechte Tage geben wird und dass wir unseren Körper an schlechten Tagen nicht unnötig quälen. Weil das nicht gesund ist. Landern bedeutet aber auch, an guten Tagen mal auszuprobieren was drinnen steckt. Beziehungsweise den Körper machen zu lassen.

Und so brauchen wir für die gleiche 22 km Runde über den Lindkogel dann einmal dreieinhalb Stunden und eine Woche später eben viereinhalb Stunden. Landern eben.